Die etwas andere Geschichte über unsere... Mocanita! 
Das Wassertal, die schöne Prinzessin unseres Maramures Gebirges
und bis vor kurzem die Gebieterin unserer Mocanita,
liegt jetzt in ihrer Einsamkeit, gleichsam zu Stein geworden und nahezu um Hilfe ringend, danieder!
Nachdem ein unbarmherziger Sturm mit wutschäumenden Fluten, stundenlang, ihr tiefe Wunden zugefügt hat.
Es waren die bedrohlichen,tief hängenden dunklen Wolken, die sich im Nachbarland zusammenbrauten und über sie herfielen.
Jetzt, vom Wanderer zurückgelassen, mit ihren tief klaffenden Wunden und zerstörten Brücken aber vor allem mit den Nächten, die umgeben sind von einer noch nie da gewesenen Stille, die früher durch das beruhigende Bellen der Schäferhunde des Maramures Gebirges durchdrungen wurden, fühlt sie sich alleine gelassen.
Das geschah an einem Samstag als der Sommer sich von uns langsam verabschiedete und
niemand kann sagen wie lange sie diese Einsamkeit noch ertragen muss.
Sie weiß nur dass ihre tapferen Diener, unter denen sich eine als sehr treu erweißt, auf ihre Heilung warten.
Wer kann denn schon so ergeben sein?
Nur eine, die – Mocanita – die mit ihrem alten Rücken, die Waggons seit Gedenken die unzaehligen Wege hinter sich her zieht.
Mit großen verwunderten Augen, hilflos und mit versteinerter Miene musste sie mit ansehen welch Unheil ihrer Gebieterin geschah.
Nun wartet die kleine - Mocanita – traurig und verlassen, in einem gleichermaßen kleinen
Bahnhof, in der Hoffnung es möge doch endlich jemand kommen und sie aus dieser Hilflosigkeit befreien!
Aber wann?
Noch weiß es keiner!
Nur Du, Wanderer kannst ihr helfen!
Indem Du dich ihr näherst, sie zärtlich tätschelst, ihr Mut machst, hier auf dem verlorenem Bahnsteig der darauf wartet endlich wieder von Dir betreten zu werden.
Auch jetzt in dieser schweren Zeit wartet sie, die- Mocanita- nur damit ihr sie bewundert, weil sie zurzeit ihrer Prinzessin und Gebieterin leider nicht dienen kann.
Noch ist es nicht möglich…

© Michael Schneeberger